private Cloud mit ownCloud

Wer Daten im Netz speichern möchte und Google, Dropbox und Co nicht so ganz vertraut, der findet in ownCloud eine interessante Alternative. Im folgenden möchte ich einen kurzen Überblick und erste Erfahrungen zu Installation und Nutzung geben.

ownCloud ist ein Cloud Dienst mit dem Kontakte, Termine, Aufgaben, Lesezeichen und Dokumente verwaltet und geteilt werden können. Es kann ein Account bei einem Service Provider eingerichtet werden, oder man installiert ownCloud auf einem eigenen Rechner oder beim Hoster des Vertrauens im eigenen Web Space. ownCloud basiert auf PHP und benötigt eine MySQL oder SQLlite Datenbank. Da die meisten Hoster den LAMP Stack anbieten, steht der eigenen Installation in der Regel nichts im Weg.

Setup Screen
Setup Screen

Für die Installation gibt es einen sehr einfachen Web Installer. Zunächst habe ich eine MySQL Datenbank angelegt. Dann muss nur noch die setup-owncloud.php runter geladen  und auf den eigenen Web Space hoch geladen werden. Anschließend die setup-owncloud.php im Browser aufrufen. Das Setup Programm prüft selbstständig, ob alle Voraussetzungen vorhanden sind, läd die aktuellste Version von ownCloud runter und installiert es. Es muss lediglich ein Unterverzeichnis angegeben werden, in dem ownCloud installiert wird. Zusätzlich kommt noch die Frage nach dem Admin Account und die Verbindungsdaten für die Datenbank. Und nach nur wenigen Sekunden ist ownCloud fertig installiert und einsatzbereit. Einfacher und schneller geht es wirklich nicht. Die meisten Windows Installer brauchen länger 🙂

DB Setup
DB Setup
First Start
First Start


Nach der Installation hatte ich nur einen kleinen Schönheitsfehler. Ich hatte einen eigenen Ordner angelegt in den ich die Installation vor nahm. Auf diesen Ordner zeigt eine  Subdomain. In diesem Ordner legte ownCloud den Unterordner an, der bei der Installation angegeben werden musste. Der Aufruf von ownCloud erfolgte nun über http://subdomain.yourdomain.de/ownCloudUnterOrdner. Ich wollte aber, dass die Subdomain direkt auf den Unterordner zeigte, in dem ownCloud installiert ist. Also änderte ich den Zielordner der Subdomain auf den Unterordner, in dem ownCloud installiert war. Meine Befürchtung war, dass ownCloud nicht mehr funktioniert, da damit der Context-Root geändert ist. Aber es funktionierte noch alles tadellos. der Context-Root muss nicht angepasst werden, ownCloud ermittelt den dynamisch. Nun kann ownCloud über http://subdomain.yourdomain.de aufgerufen werden.

ownCloud bietet verschiedene Apps an, einige sind nach der Installation noch nicht aktiviert und müssen im Einstellungs-Menü unter Apps manuell aktiviert werden. Insbesondere die Lesezeichen hatte ich vermisst. Folgende zusätzlichen Apps machen von Anfang an Sinn:

  • Lesezeichen
  • Aufgaben
  • external Storage

Interessant ist der external Storage. Damit können andere Cloud Dienste wie Google Drive oder Dropbox integriert werden. Diese tauchen nach dem Einrichten unter dem Einstellungs-Menü Persönlich als Ordner bei den Dateien auf.

Im Einsatz
Im Einsatz

Mein erster Eindruck ist ganz gut. ownCloud ist auf jeden Fall eine Alternative zu Diensten wie Dropbox, wenn man seine Daten unter eigener Kontrolle haben möchte. Wer nicht mal dem eigenen Hoster traut, kann ownCLoud auch zu Hause auf einem NAS installieren, z.B. auf einem QNAP.
Ob es auch mit Diensten wie Google Drive mithalten kann, muss sich noch zeigen. Es fehlen z.B. Funktionen um Dateien zu verschieben.
[Update 07.04.2013 19:41] Ich muss mich korrigieren, Dateien lassen sich per Drag&Drop verschieben.
Office Programme wie von Google Docs gibt es nicht, nur Textdokumente können online bearbeitet werden.

Besonders spannend wird noch die Integration und Synchronisation mit anderen Programmen und Devices, insbesondere mit dem Smartphone. Dafür gibt es eigene Apps.
Ich werde ownCloud jetzt im Alltag testen und dann meine Erfahrungen posten.

One Reply to “private Cloud mit ownCloud”

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