HTML, CSS, JS – die universelle UI-Technologie?

Bei der Entwicklung von Oberflächen ist man im Besonderen mit den Unterschieden der verschiedenen Technologien, Geräten und Betriebssystemen konfrontiert. Die unterschiedlichen Entwicklungen der mobilen Plattformen iOS, Android und Windows haben die Situation zusätzlich verschärft. Eine Oberfläche einmal zu entwickeln und auf verschiedenen Plattformen wieder zu verwenden wäre eine erhebliche Erleichterung.


Die Kombination aus HTML, CSS und Java Script verspricht eine Erleichterung zu bringen. Damit entwickelte Oberflächen können per Phonegap in native Apps der mobilen Plattformen umgewandelt werden. Und selbst Windows 8 Metro Apps können mit HTML, CSS und Java Script entwickelt werden. Ob auf diesem Weg allerdings eine einmal entwickelte Oberfläche wirklich 1:1 wieder verwendet werden kann ist fraglich.

Verschiedene Geräte haben unterschiedliche Größen, Auflösungen und Bedienkonzepte. Jede Plattform bringt zudem Besonderheiten mit, die Berücksichtigt werden müssen. Dies betrifft den Lifecycle der Apps (starten, anhalten, beenden, …), die Interaktion zwischen Apps auf einer Plattform und native APIs der Plattformen, die z.B. direkt Geräte ansteuern.
Mit den Ansätzen Mobile First, Responsive Design und Progressive Enhancement kann man zumindest die unterschiedliche Auflösungen und Fähigkeiten der verschiedenen Geräte adressieren. Spezielle Frameworks und Tools wie Phonegap abstrahieren native APIs.

WebApp

Mit HTML, CSS und Java Script entwickelte Oberflächen können somit tatsächlich, bis zu einem gewissen Grad, wieder verwendet werden. Und die Entwickler können einen Technologieset nutzen, egal, für welche Plattform sie entwickeln. Wenn dann die Business Logic über eine REST API zur Verfügung gestellt wird, ist es auch egal, mit welcher Technologie diese entwickelt wurde und kann von jeder Oberfläche auf jeder Plattform genutzt werden.

3 Replies to “HTML, CSS, JS – die universelle UI-Technologie?”

  1. Hi Marco,

    haben im Sommer entschieden, mit einem SPA und REST Ansatz eine neue Anwendung zu entwickeln. Nachdem wir nun in einem kleinen Team die verschiedensten Architekturfragestellungen geklärt haben, ging die Entwicklung nun richtig los. Die ersten Ergebnisse (POCs für technische und fachliche Fragestellungen) sind vielversprechend. Wir haben uns bei SPA für AngularJS entschieden.

    Das spannende dabei ist, dass man die oft von vielen verhassten Technologien HTML, CSS + JS jetzt wirklich können muss, da sie zentraler Teil des Konzeptes sind – das fällt einer sehr Enterprise gewöhnten Entwicklungsabteilung oft nicht einfach.

    Ich persönlich hoffe stark auf Dart – mal sehen, ob wir damit vielleicht tatsächlich mal JS ablösen können.

    • Hi Bernhard,
      Ja ich habe den Eindruck, dass mit JavaScript und REST inzwischen deutlich mehr geht als nur HTML Seiten aufhübschen, es können ganze Anwendungen gebaut werden. Man braucht allerdings einen modernen und performanten Browser.
      Ich habe eine WebApp Version vom ETB gebaut mit SPA, REST, HTML5 und JavaScript. Eingesetzt habe ich jQuery mobile. Das Besondere ist, die App ist offline fähig. Das Ergebnis der letzten Suchanfrage wird im local Storage gespeichert und man kann sich die einzelnen Visitenkarten offline in aller Ruhe anschauen. Werde dazu demnächst auch noch einen Blog Artikel schreiben.
      Was mir dabei besonders gefallen hat, ist die strikte Trennung zwischen Oberflächen Gestaltung und Entwicklung der dynamischen Aspekte. Ein HTML / CSS Experte kann die Oberflächen ganz klassisch mit HTML und CSS bauen. Ein JavaScript Experte ergänzt dann die Front End Logik und die dynamischen Aspekte. Dabei muss die HTML Seite nicht angefasst oder verändert werden. Das war zu JSP Zeiten noch anders, hier mussten JSP Tags ein die HTML Seite eingebaut werden und schon konnte man ohne Server nicht mehr testen.

  2. Pingback: Offline WebApps | discoveration

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