Dez15
Eclipse 4 RCP

Mit Eclipse 4 wurden einige neue Features und ein neues Application Model für die RCP Entwicklung eingeführt. Im folgenden möchte ich die wesentlichen Neuerungen von Eclipse 4 und RCP 2.0 vorstellen.

Die erste Neuerung ist die Einführung von Dependency Injection (DI). Ein Konzept das bereits aus dem Spring-Framework und seit der JEE 5 bekannt ist. Abhängigkeiten zwischen Klassen werden nun nicht mehr programmatisch direkt in den Code implementiert sondern per Annotation aufgelöst.

Beispiel ohne DI:

DependendClass dc = new DependendClass();
dc.callMethode();

Beispiel mit DI:

@Inject
DependendClass dc;
dc.callMethode();

Dieses Prinzip nennt sich auch „Inversion of Control„. Die benötigte Klasse wird nicht mehr direkt im Code instanziiert, sondern von außen gesetzt. Somit kann eine konkrete Implementierung ausgetauscht werden, ohne den Code ändern zu müssen.

Hier gibt es eine Einführung in Dependency Injection.

Application Model

Die wesentliche Neuerung in RCP 2 ist das Application Model. Eine Eclipse RCP Anwendung besteht aus Windows und Parts. Parts werden in einem Window platziert. Ein Part kann eine View oder ein Editor sein. Damit ist die Einschränkung von bisherigen Eclipse RCP Anwendungen, dass der Editor immer an einer bestimmten Stelle ist, aufgehoben. Hinter einem Part steckt eine Java Implementierung mit der die Oberfläche programmiert wird. Zusätzlich wird ein Window Builder zur Verfügung gestellt, mit dem die Oberflächen ohne Coding erstellt werden können. Der Window Builder stammt von Google.

App Model Editor

Die Parts werden im Window über ein XML File angeordnet. Auch hierfür wird ein Editor bereitgestellt, um dies graphisch zu machen ohne im XML arbeiten zu müssen. Die Parts können dabei nebeneinander, übereinander oder gestapelt angeordnet werden. Dazu stehen PartSashContainer und PartStack zur Verfügung. Eclipse erstellt dann automatisch Bereiche für die Parts, die in der Größe verändert werden können bzw. erstellt automatisch Tabs um zu den gestapelten Parts navigieren zu können.

Window Example

Zusätzlich werden im Application Model über den Editor auch Toolbars und Menüs definiert die von Eclipse automatisch im Window angeordnet werden. Aktionen werden in Commands beschrieben, z.B. save, edit oder exit. Die Implementierung der Commands befindet sich in Handlern. Über den Application Model Editor werden Commands beschrieben und an die Handler, welche in Java Klassen implementiert werden, gebunden.

Mit Eclipse 4 können RCP Oberflächen schnell und einfach gebaut werden. Und vor allem, es können ansprechende Oberflächen gebaut werden, die nicht mehr an eine IDE erinnern. Den bisherigen Eclipse RCP Anwendungen hat man angesehen, das die Plattform für IDEs entwickelt wurde, das ist nun anders.

Hier gibt es noch zwei sehr schöne Tutorials die in die Entwicklung mit E4 einführen:

2 Kommentare zu “
Dez15
Eclipse 4 RCP

  1. Pingback: e4 Zugriff auf Parts | discoveration

  2. Pingback: Gregory Smith

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